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Flug-Thermografie: Energieeffizienz wird sensibilisiert

Durch die Flug-Thermografie wird die Thermografie in ein schlechtes Bild gerückt. An Hand der folgenden Argumentationen m�chte ich dieses verdeutlichen, dass ich der Flugthermografie skeptisch gegen�ber stehe, in wie fern eine solche thermographische Befliegung zur Identifizierung schlecht ged�mmten D�chern �berhaupt Sinn macht.

D�cher sind hinterl�ftet und das recht stark, dazu gibt es auch sogar L�ftungsziegel. Die Luft zwischen der Folie/D�mmung und Ziegeln tr�gt die W�rmeverluste fort und t�uscht eine sehr gute D�mmung vor.

Dachziegel sind aus verschiedenen Materialien hergestellt worden. Die eine gl�nzende oder stumpfe Oberfl�che besitzen.
Verschiedene Emissionfaktoren werden au�er acht gelassen. Der Kunde heizt zur Analyse seine Wohnung nicht auf. Aber im Prinzip lohnt es sich aber auch nicht, da die Reflektion aus dem Himmel oder Umgebung die Problemstellen (Temperaturen auf der Oberfl�che) weg dr�ckt. Und ein falscher Winkel (>= 20� -<= 90�) f�hrt ebenfalls zu einer falschen Diagnose.

Flachd�cher sind mit Bitum abgedichtet worden. Durch einwalzen von Quarzsand wird Bitum nicht so schnell durch die IR-W�rme spr�de. Dieses Reflektiert und eine Thermografie ist ebenfalls unm�glich und somit unbrauchbar.

Zitat RWE: �Bei der thermografischen Luftbilderfassung k�nnen allerdings nur Temperaturunterschiede erfasst werden, ohne dabei R�ckschl�sse auf das Material schlie�en zu k�nnen.�

Ohne die Materialkenntnisse ist eine Temperaturanalyse nicht m�glich (Emissionskoeffizient).

Die Aussendung von Licht aufgrund der eigenen Temperatur erfolgt mit einem gewissen Wirkungsgrad, der das Verh�ltnis des tats�chlich ausgesandten Lichtes zum theoretisch m�glichen ist.
Diesen Faktor nennt man den Emissionskoeffizienten e . Grob aus gedr�ckt: nichtmetallischen Stoffe besitzen einen Emissionskoeffizienten zwischen 0,98 (Blattgr�n) und etwa um 0,92 (Gips). Wenn Thermografie an nicht elektrisch leitenden Oberfl�chen (also auch lackierten Metallen/ gl�nzenden Oberfl�chen) vorgenommen wird, so ist die Emissionskorrektur sehr sehr klein. Bei nicht Einhaltung dieser Parameter ist eine Thermografie aus dem Flugzeug absolut unm�glich.

Zitat RWE: �Was man allerdings auf dem Thermografiebild gut erkennen kann, sind Farbunterschiede auf homogenen Fl�chen.�
Richtig das es Farbunterschiede gibt, aber ohne Aussage, da die Reflektion aus der Umgebung �berwiegt.

Zitat RWE: �Diese zeigen offensichtliche W�rmebr�cken an.�

Auch da gilt: An einer Wand ist eine W�rmebr�cke gut zu erkennen. Aber auch nur dann, wenn die Wand nicht hinterl�ftet ist. Dadurch verteilt sich die W�rme im inneren und eine Thermografieanalsyse ist absolut unm�glich. Fast alle D�cher sind hinterl�ftete Systeme und dazu nicht aufgeheizt.

Zitat RWE: �Je gr��er der Unterschied zwischen Geb�udeinnentemperatur zur Au�entemperatur ist, umso deutlicher sind somit evtl. vorhandenen Schwachstellen in der D�mmung zu erkennen.�

Dies ist absolut richtig. In den von mir angesprochen Argumenten gilt dies nicht f�r D�cher.

Zitat RWE: �Der Stra�enbelag (oder auch Fl�sse und Seen) haben eine gro�e Masse mit einer hohen W�rmespeicherkapazit�t und werden auf den Thermografiebildern fast ausnahmelos sehr ROT dargestellt.�

Dies ist absolut richtig. Daher werden Boden -Thermografie an H�usern nur nachts bzw. in den Morgenstunden erstellt. Reflektionen werden mit bearbeitet, Pfadtemperaturen, Luftfeuchtigkeit wird erfasst und in die Ausarbeitung mit ein gebunden.

Zitat RWE: �Diese Rotf�rbung sagt allerdings nicht �ber die absolute Temperatur des Materials aus, sondern zeigt nur, dass diese Materialien ein paar Grad w�rmer als die Vergleichsmaterialen sind (hier D�cher) und Ihre am Tag gespeicherte W�rmeenergie nur langsam verlieren.�

Das Material Erde verliert tats�chlich sehr langsam die gespeicherte Energie. Nur an den D�chern muss es k�hler sein, da dieses Material rel. d�nn ist. An den Flug Bildern erkenne ich den Kamin, das Flachdach (dieses muss nach oben genannten Aussagen k�lter sein) aber auch sonst gar nichts.

Zitat RWE: �Mit den Aufnahmen aus dem Flugzeug k�nnen sich aber beispielsweise Stadtplaner einen guten �berblick �ber den Stand der W�rmed�mmung in der Stadt verschaffen.�

Dies ist nach den oben genannten Argumenten nicht m�glich. Es sind einfach zu viele Parameter die zu einer Fehlinterpretation f�hren und somit dem Kunden einen falschen �berblick der W�rmed�mmung wider gibt. Eine fachlich hochwertige Aussage ist nur mit einer Innen-Thermografie oder Blower-Door Messung m�glich.

Die von RWE aufgef�hrte Argumentation �Energieeffizienz wird sensibilisiert und Immobilieneigent�merinnen und Immobilieneigent�mer werden auf m�gliche energetische Sanierungsma�nahmen aufmerksam gemacht.�

Ist in meinen Augen absolut Irref�hrend. Entt�uschend finde ich auch, dass diese Aktion gef�rdert wird durch die Europ�ische Union und NRW. Da finde ich, dass das Geld in den Kinderg�rten / Schulen besser aufgehoben ist.

Weiter wird die ehrliche Thermografie in ein schlechtes Bild ger�ckt. Nat�rlich m�chte der Kunde mit einer kleinen Investition einen �berblick �ber seiner W�rmed�mmung verschaffen, aber bitte so nicht!